Plakat 1 // Problemanalyse

Herausforderungen und Möglichkeitsräume

Skizzierung zentraler Herausforderungen im Untersuchungsgebiet und Darstellung ungenutzter Potenziale zwischen Handelskai und Donau.

Problemidentifikation

Hauptprobleme im Untersuchungsgebiet

Der Handelskai stellt eine massive städtebauliche Barriere dar, die das Leben der Bewohner und die Entwicklung des Gebiets erheblich beeinflusst. Die folgenden Karten skizzieren zentrale Problemfelder.

B1

Verkehrsbarriere Handelskai

Eine stark befahrene mehrspurige Straße trennt physisch und psychologisch die Wohngebiete von der Donau-Waterfront und bildet eine deutliche städtebauliche Barriere.

B2

Mangelnde Querung

Sichere Querungsmöglichkeiten wirken selten und oft umständlich erreichbar. Besonders Fußgänger und Radfahrer sind auf teils längere und indirekte Wege angewiesen.

L1

Lärm- und Luftbelastung

Hohe Lärm- und Luftbelastung durch den Verkehr schränkt die Aufenthalts- und Wohnqualität im Gebiet deutlich ein.

G1

Fehlende Grünverbindungen

Zwischen Stadtgebiet und Donaupark gibt es nur wenige gut vernetzte Grünverbindungen. Bestehende Grünflächen wirken fragmentiert und schwer als zusammenhängender Freiraum nutzbar.

P1

Waterfront-Potenzial

Die Donau-Waterfront bietet enormes Entwicklungspotenzial für Erholung, Kultur und nachhaltigen Tourismus, das derzeit ungenutzt bleibt.

P2

Entwicklungsflächen

Brachliegende und untergenutzte Flächen entlang des Handelskais bieten Raum für innovative städtebauliche Lösungen.

SWOT-Analyse

Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken

Eine strukturierte Übersicht der Ausgangssituation als Grundlage für die Visionsentwicklung.

Stärken

  • Direkte Nähe zur Donau als Naherholungsgebiet
  • Gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr
  • Hohe Bevölkerungsdichte schafft Nachfrage
  • Starke Bürgerinitiativen und Engagement
  • Vorhandene Grünflächen als Ausgangspunkt

Schwächen

  • Massive Verkehrsbelastung durch Handelskai
  • Fragmentierte Grünraumstrukturen
  • Fehlende barrierefreie Zugänge
  • Unzureichende Rad- und Fußweginfrastruktur
  • Mangelnde Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum

Chancen

  • Politischer Wille zur nachhaltigen Stadtentwicklung
  • Programme und Förderungen für Klimaanpassung könnten genutzt werden
  • Wachsendes Bewusstsein für Lebensqualität
  • Technologische Innovationen im Verkehrsbereich
  • Potenzial für Modellprojekt mit internationaler Ausstrahlung

Risiken

  • Zunehmender Verkehr durch Stadtentwicklung
  • Klimawandel verstärkt Hitzebelastung
  • Hohe Umsetzungskosten
  • Komplexe Eigentumsverhältnisse
  • Widerstand etablierter Interessensgruppen
Stakeholder-Analyse

Betroffene Akteure

Skizze der wichtigsten Akteursgruppen für eine erfolgreiche Projektumsetzung.

Primäre Zielgruppen

Anwohner der betroffenen Gebiete, Familien mit Kindern, ältere Menschen, Pendler und Berufstätige, Radfahrer und Fußgänger.

Politische Akteure

Stadtplanung Wien, Bezirksvertretung, Landtag, Verkehrsbetriebe, Umweltstadträtin, Planungsstadtrat.

Zivilgesellschaft

Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen, Verkehrsclubs, Anrainervereine, Kulturvereine.

Wirtschaftsakteure

Lokale Wirtschaft, Handelskammer, Tourismusverband, Immobilienwirtschaft, Bauindustrie.

Institutionen

TU Wien, Bildungseinrichtungen, Kulturinstitutionen, Sozialeinrichtungen, Gesundheitswesen.

Infrastrukturbetreiber

Wiener Linien, ASFINAG, Wien Energie, Wiener Wasser, Telekommunikationsanbieter.